Im Hundewald darf dein Hund frei ohne Leine laufen. Die Flächen haben viele Namen - Hundewald (hundeskov), Hundepark, Hundefreilauffläche (fritløbsområde), Hundeauslauf (hundefold, hundegård) oder Hundespielplatz (hundelegeplads) - aber die Regeln sind im Grunde dieselben. Hier findest du die Regeln, die Gesetze und Tipps, wie du Konflikte und Verletzungen vermeidest.
Ohne Leine - aber unter voller Kontrolle
Im Hundewald darf dein Hund ohne Leine laufen, vorausgesetzt, du hast ihn voll unter Kontrolle. Das heißt: Du kannst ihn jederzeit stoppen und zu dir rufen - auch wenn er sich anderen Hunden, Menschen oder Tieren nähert. Kommt dein Hund noch nicht zuverlässig auf Rückruf, solltest du ihn an der Leine oder bei Fuß führen, bis das klappt.
Außerhalb des Hundewalds an die Leine
Außerhalb der ausgewiesenen Hundewälder und Hundefreilaufflächen müssen Hunde laut Naturschutzgesetz (naturbeskyttelsesloven) grundsätzlich an den meisten Orten in der Natur an der Leine sein. Die Regel gilt für alle Hunde - unabhängig von Größe und Rasse. Sie schützt Wildtiere vor Stress und nimmt Rücksicht auf andere Besucher, die sich bei freilaufenden Hunden unsicher fühlen.
Regeln für Hunde am Strand
An den dänischen Stränden darf dein Hund im Winterhalbjahr - vom 1. Oktober bis 31. März - frei laufen, solange er unter Kontrolle ist und niemanden gefährdet oder stört. Vom 1. April bis 30. September gilt am Strand Leinenpflicht, zum Schutz brütender Tiere an der Küste. An manchen Stränden sind Hunde ganz verboten - richte dich immer nach den Schildern vor Ort. Hier findest du alle Hundestrände in Dänemark.
Gesetze und Bußgeld
Die Regeln für Hunde ohne Leine stehen in mehreren Gesetzen. Nach dem Hundegesetz (hundeloven) darf ein Hund in Städten und bebauten Gebieten nicht auf Straßen, Wegen und Plätzen unterwegs sein, ohne dass er an der Leine geführt wird oder von jemandem begleitet wird, der ihn voll unter Kontrolle hat - ihn also stoppen und zu sich rufen kann. Führst du den Hund an der Leine, musst du ihn dicht bei dir halten. Außerhalb der Städte darf der Hund nicht herumstreunen, und in der Natur verlangt das Naturschutzgesetz (naturbeskyttelsesloven) grundsätzlich an den meisten Orten außerhalb der ausgewiesenen Hundewälder eine Leine.
Viele Kommunen und Polizeibezirke haben außerdem lokale Regeln mit ausdrücklicher Leinenpflicht in bestimmten Bereichen wie Parks, Stränden und Innenstädten. Richte dich deshalb immer nach den Schildern vor Ort - und im Zweifel: Hund an die Leine.
Verstößt du gegen die Leinenpflicht, kann das ein Bußgeld nach sich ziehen, das die Polizei durchsetzt. Nach dem Gesetz über Feld- und Wegefrieden (mark- og vejfredsloven) kannst du außerdem schadenersatzpflichtig werden, wenn dein freilaufender Hund einen Schaden verursacht. In schweren Fällen, wenn ein freilaufender Hund auf fremdem Grund Wild oder Nutztiere jagt, kann der Grundbesitzer unter besonderen Bedingungen das Recht haben, den Hund zu töten.
Regeln in privaten Hundeparks
Ein privater Hundepark liegt auf privatem Gelände, und hier legt der Eigentümer oder Betreiber die Regeln fest. Das können zum Beispiel Öffnungszeiten, Zugang, Bezahlung oder Mitgliedschaft sein, aber auch die Vorgabe, dass dein Hund geimpft, gechippt und versichert ist. Zugang gibt es immer nur mit Erlaubnis des Eigentümers - du darfst deinen Hund nicht auf privatem Gelände laufen lassen, für das du kein Nutzungsrecht hast.
Egal wo du bist: Du trägst immer selbst die Verantwortung für deinen Hund - auch für Schäden, die er verursacht. Prüfe deshalb vor dem Besuch die Regeln des jeweiligen Hundeparks. Hier findest du alle privaten Hundeparks.
Tipps: Konflikte und Verletzungen vermeiden
Die meisten Konflikte und Unfälle lassen sich mit etwas Umsicht vermeiden. Ein paar Tipps, bevor du deinen Hund ableinst:
- Trainiere einen sicheren Rückruf. Leine deinen Hund nur ab, wenn du ihn wieder zu dir rufen kannst - auch mitten im Spiel. Sitzt der Rückruf noch nicht, übt zuerst an der Leine oder in einem eingezäunten Bereich.
- Lies die Signale deines Hundes. Hunde spielen und reagieren unterschiedlich. Achte darauf, ob das Spiel zu wild wird oder dein Hund unsicher wird - und greif rechtzeitig ein. Wiederholte schlechte Begegnungen können einen Hund unsicher oder aggressiv machen.
- Nimm Rücksicht auf andere. Auch ein Hund an der Leine kann Angst machen. Ruf deinen Hund zu dir und halte ihn dicht bei dir, wenn ihr anderen Hunden, Kindern, Reitern oder Radfahrern begegnet.
- Denk an den Jagdtrieb. Alle Hunde - auch die friedlichen und gut erzogenen - haben einen Jagdtrieb. Pass besonders auf in der Nähe von Wild, Nutztieren, Vögeln und Pferden.
- Nicht alle Hunde müssen miteinander spielen. Manche Hunde fühlen sich bei einem ruhigen Spaziergang ohne wilde Spielrunden am wohlsten. Es ist völlig in Ordnung weiterzugehen, wenn die Chemie nicht stimmt.
- Sammle immer die Hinterlassenschaften deines Hundes ein und hinterlasse den Hundewald so, wie du ihn selbst gern vorfinden möchtest.
Besondere Regeln im einzelnen Hundewald
Manche Hundewälder haben eigene Regeln - zum Beispiel zu Welpenbereichen, zum Baden oder zu Öffnungszeiten. Schau immer auf die Schilder vor Ort und auf die Seite des jeweiligen Hundewalds hier auf der Website, wo du auch siehst, wer dahintersteht.
